Mission


Orthopädie für die dritte Welt wurde 1996 als gemeinnütziger Verein gegründet. Ziel ist die Unterstützung von Orthopädie, orthopädischer Chirurgie und Orthopädietechnik in Entwicklungsländern. Entsprechend gehörten auch Orthopädietechniker und Orthopäden zu den Gründungsmitgliedern.ODW hat zu Beginn ein einzelnes Projekt in Sierra Leone unterstützt. Dabei handelt es sich um eine orthopädische Werkstatt, die orthopädische Hilfsmittel überwiegend für Leprakranke herstellte. Im Rahmen des Bürgerkrieges, der zwischen 1992 und 2002 in diesem Land wütete, wurde die Werkstatt, die von Bruder Alois Schneider mit bewundernswerter Energie im Laufe von 25 Jahren in Makeni im Westen des Landes aufgebaut worden war, vollständig zerstört.

Inzwischen ist diese wichtige Einrichtung, die einen großen Teil der 5,5 Millionen Einwohner mit orthopädischen Hilfsmitteln versorgt, in kleinerem Umfang wieder aufgebaut worden. ODW leistete hier sowohl materielle wie finanzielle Unterstützung für dieses Projekt.

Im November 2004 fuhren 2 Orthopäden in dieses Land, um vor Ort die Probleme zu untersuchen und Wege nach Hilfe zu finden. Dabei entstand ein Projekt, über das regelmäßig orthopädische Chirurgen und Unfallchirurgen nach Sierra Leone fahren, um Operationen durchzuführen und fachärztliche Sprechstunden abzuhalten.

Ausgewählt wurde ein katholisches Missionskrankenhaus des Orden
St.John of God, das in Lunsar und damit gut erreichbar (1,5 Std. Autofahrt) vom einzigen internationalen Flughafen des Landes liegt.

Seit 2009 besteht eine enge Kooperation mit Interplast Germany. Das Operationsspektrum wurde um plastische Chirurgie und Frauenheilkunde erweitert. Anästhesisten erlauben durch verbesserte Narkoseverfahren eine Ausweitung der Op-Kapazitäten.