Vision


Die jährlichen Besuche, teils auch mehrfach pro Jahr, sind inzwischen integraler Bestandteil der Versorgung der Bevölkerung geworden.

Das KKH „St John of God “ hat einen Einzugsbereich von ca.500.000 Einwohnern, hinzu kommen durch Mundpropaganda aber zahlreiche Patienten aus anderen Landesteilen und aus dem Nachbarland Guinea Conacry.

Insgesamt ist der Bedarf an fachärztlicher Versorgung riesig. Es gibt z.Z. nur einen Orthopäden im Land, auch in den übrigen Bereichen wie Allgemeinchirurgie und Frauenheilkunde ist der Bedarf enorm. Die wenigen Fachärzte, die es gibt, halten sich fast ausschließlich in der Hauptstadt Freetown auf.

Auf Grund dessen beschränkt sich ODW zur Zeit auf wenige Operationen. Dies sind vor allem Knochenmarksvereiterungen von Armen und Beinen, nicht Zusammenwachsen von Knochen nach Unfällen, nicht heilende Wunden , sowie schwere Fußverformungen wie Klumpfüße. Die plastischen Chirurgen versorgen v.a. narbige Kontrakturen nach Verbrennungen, chronische, nicht heilende Wunden und Kiefern-Gaumenspalten.

Für die Frauenärzte stehen Tumoren an Brust und Gebärmutter, komplizierte Entbindungen sowie Erkrankungen nach Entbindungen im Vordergrund.Wir unterstützen die Krankenschwesternschule in Lunsar, z.T. materiell mit beispielsweise Unterrichtsmaterialien, Beamer, Mobiliar, aber auch durch 10 Stipendien, die jährlich vergeben werden.Es gibt 2 Op-Säle, die größtenteils von uns ausgerüstet wurden, und eine unfallchirurgische Grundversorgung erlauben.

Seit 2009 besteht eine enge Kooperation mit Interplast Germany. Das Operationsspektrum wurde um plastische Chirurgie und Frauenheilkunde erweitert. Anästhesisten erlauben durch verbesserte Narkoseverfahren eine Ausweitung der Op-Kapazitäten.

Ziel ist eine Ausweitung unserer Aktivitäten in Lunsar, durch häufigere Besuche, idealerweise im Abstand von 3 Monaten. Wir streben eine Verbesserung der Zusamenarbeit mit den Kollegen vor Ort an. So besteht eine Kooperation mit der Universität in Freetown und mit dem einzigen Unfallchirurgen im Lande, Dr.Baryoh, mit dem regelmäßiger Informationsaustausch besteht, und der sich auch um die Nachbehandlung kümmert.